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Zu Besuch in der Stöckli Ski Manufaktur

Stöckli Ski - built for Perfection !


Am letzten Donnerstag hatte das Mondo Sport Team das Privileg, die Stöckli Ski Manufaktur in Malters / LU zu besuchen. Für die meisten Mondöler war es der erste Besuch einer Skifabrik überhaupt. Mit grosser Vorfreude wurde die Reise ins Entlebuch unter die Räder genommen. Vorweg darf klar gesagt werden: die Reise hat sich mehr als gelohnt!




In Malters angekommen, wurden wir sogleich von Walter Schaller, Verkaufsleiter und schon fast "Urgestein" der Firma Stöckli und Beni Matti, Ex-Rennchef von Stöckli, in Empfang genommen.

Nach der Begrüssung nahm uns Walter mit in die fast 90jährige Geschichte von Stöckli.

Walter entpuppte sich rasch als perfekter "Stöckli Geschichtslehrer und -Erzähler" und zog uns alle mit seinen Geschichten und Anekdoten rund um die Schweizer Skimarke in seinen Bann.




Es entsteht ein Stöckli Ski...


In zwei Gruppen aufgeteilt gings danach in die Produktion. Rasch wurde jedem klar, was "Handarbeit" heisst: in über 140 Arbeitsschritten werden die über 30 Einzelelemente vorbereitet und zu einem Ski verbaut. Die Herstellung eines Stöckli Skis dauert insgesamt 18 Arbeitstage!






Beni Matti, bis im letzten Winter noch Rennchef von Stöckli, erklärt uns die Wichtigkeit des Holzkerns mit seinen verschiedenen Holzarten (Pappel, Esche, Buche... bis hin zu Okoumé, einem tropischen Holz).

Auch die verschiedenen Druckverfahren für die Skioberflächen, genauso wie das Schweizerkreuz, das von Hand in den Belag gelegt wird, gehören zu den verschiedenen Arbeitsschritten.




Dann ging's ins Herz der Produktion.

Stöckli setzt auf das sogenannte Sandwich-Verfahren: Flinke Hände legen mehrere zuvor präparierte, passgenaue Schichten übereinander. Die Anzahl Schichten können je nach Skimodell variieren. Für einen Weltcup-Ski braucht es bis zu 50 Bauteile, für einen Serienski durchschnittlich 35. Grundsätzlich gilt: Je mehr Teile, desto härter wird der Ski. Die verschiedenen Materialien bezieht Stöckli aus dem In- und Ausland. «Wir setzen bei unseren Produkten nur auf die beste Qualität. Da gewisse Baumaterialien in der Schweiz nicht erhältlich sind, ist Stöckli teilweise auf Importprodukte angewiesen.»




Die verschiedenen Schichten werden mit speziellem Leim überzogen, denn das Klebematerial macht elastisch. Je nach Schicht und Material benötigt es unterschiedlich viel Leimpulver. Nach dreitägiger Trockenzeit werden die einzelnen Schichten aufeinandergelegt und bei 145 Grad Celsius unter 40 Tonnen gepresst.


In der Hand halten wir einen zukünftigen Stöckli Laser SL, der noch ein bisschen "rudimentär" aussieht 😉







Die weiteren Arbeitsschritte sind: Abfräsen des überschüssigen Materials, Spitzenschutz montieren, Belag schleifen (bis 24x), Kanten schleifen...




Einer der wichtigsten Schritt im Produktionsverfahren ist das "Paaren" der einzelnen Ski. Da natürliche Materialien wie Holz im Skibau verwendet werden, gibt es automatisch unterschiedliche Längs - und Torsionsspannungen der einzelnen Ski. Die Aufgabe ist es nun, zwei Skis zu finden, die einen identischen Vorspann aufweisen, um sie dann als "Paar" weiterzugeben. Ist dies gelungen, wird dem Paar (am Skiende) ein Code eingelasert. Das heisst: wenn ich einen Stöckli Ski kaufe, weiss ich, meine beiden Skis sind absolut identisch! (bei anderen Skimarken wird das nur im Rennsport gemacht!)



Fazit:


Jeder Ski, welcher die Stöckli Ski Manufaktur in Malters verlässt, ist ein kleines Meisterwerk. Leidenschaft, Qualität, Präzision und viel Liebe zum Detail stehen bei Stöckli im Zentrum. Genau das haben wir bei unserem Besuch in Malters miterleben dürfen!



Schau dir unbedingt das Video an:




Stöckli Swiss Sports AG


Von den Schweizer Bergen haben wir gelernt, dass nur die besten Materialen dem Winter wirklich gewachsen sind. Nur die sorgfältigste Verarbeitung bringt ihre Vorteile voll zur Geltung. Darum geben wir in unserer Ski-Manufaktur in Malters (LU) keinen der insgesamt 140 Handschritte zur Herstellung eines Stöckli-Skis ausser Haus.









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